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Homöopathie
Homöopathie
Similia similibus curentur.“ (Hahnemann)

Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden-

so lautet das Grundprinzip der Homöopathie.

Die Homöopathie wurde als alternative und eigenständige Heilmethode von dem deutschen Mediziner Samuel Hahnemann entwickelt. Als Grundlage für seine Theorie diente ein Selbstversuch. Hahnemann stellte fest, dass das Mittel gegen Malaria bei ihm Symptome von Fieber verursachte. Da das Hauptsymptom von Malaria ebenfalls Fieber ist, schloss er generell, dass ein wirksames Arzneimittel bei einem gesunden Mensch ähnliche Symptome hervorrufen kann wie die an denen der Kranke leidet. Dies ist das Grundprinzip der Homöopathie.

Anwendungsbeispiele der Homöopathie:

1. Wenn Sie die Symptome einer Erkältung (Niesreiz oder Tränenfluss) merken, dann kann Ihnen mit einem Mittel geholfen werden, das dieselben Symptome bei einem gesunden Menschen erzeugt wie zum Beispiel eine homöopathische Zubereitung mit Substanzen der Küchenzwiebel (Allium cepa).

2. Mittel mit Zubereitungen aus Jasmin rufen Symptome wie Abgeschlagenheit oder Fieber hervor. Diese Symptome sind auch für eine Grippe charakteristisch. Folglich wird Jasmin als homöopathisch als Mittel gegen Grippe eingesetzt.

Medikamente

Eine Erkrankung wird in der Homöopathie mit ausgewählten Mitteln in einer möglichst niedrigen Dosis behandelt. Das Zubereitungsverfahren dieser Mittel nennt sich Potenzieren. Beim Potenzieren wird die Arzneisubstanz schrittweise mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben und dabei häufig so extrem verdünnt, dass der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar ist. Auf diese Weise werden nur die unerwünschten Nebenwirkungen der Substanz minimiert, aber die erwünschten Wirkungen bleiben erhalten. Durch dieses spezielle Verfahren kann die erwünschte Wirkung sogar noch verstärkt werden.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Potenzierungsmethoden:

C (Centisimal 1:100) Potenzen
C1 = 1 Teil Ausgangssubstanz („Urtinktur") + 100 Teile Alkohol oder Milchzucker
C2 = 1 Teil C1 + 100 Teile Alkohol oder Milchzucker
C3 = 1 Teil C2 + 100 Teile Alkohol oder Milchzucker usw. mit C4, C5...

D (Dezimal 1:10) Potenzen = in 10er-Schritten
D1 = 1 Teil Ausgangssubstanz + 10 Teile Alkohol oder Milchzucker
D2 = 1 Teil D1 + 10 Teile Alkohol oder Milchzucker
D3 = 1 Teil D2 + 10 Teile Alkohol oder Milchzucker usw. mit D4, D5...

Q / LM (Quinquagintamillesimal 1:50.000 )
Q1 = 1 Teil Ausgangssubstanz + 50.000 Teile Alkohol oder Milchzucker
Q2 = 1 Teil Q1 + 50.000 Teile Alkohol oder Milchzucker
Q3 = 1 Teil Q2 + 50.000 Teile Alkohol oder Milchzucker usw. mit Q4, Q5...

Die in den Pflanzen vorkommenden Naturstoffe werden meistens alleine oder als Bestandteil anderer homöopathischer Zubereitungen verwendet. Häufig verwendete Pflanzen sind z.B. Bärlappe (Lycopodium), Tollkirsche ( Belladonna ) oder Küchenschelle (Pulsatilla). In homöopathische Zubereitungen können aber auch wertvolle Stoffe aus dem Tierreich enthalten wie z.B. Bienengift (Apis), Ameisengift (Formica rufa). Auch Mineralstoffe wie z.B. Kieselsäure (Silicea), Kalk (Calcium carbonicum), Magnesiumphosphat (Magnesium phosphoricum) oder Metalle wie z.B. Eisen (Ferrum metallicum), Kupfer (Cuprum metallicum), Gold (Aurum metallicum) finden ihre Anwendung in den Mitteln der Homöopathie.

Behandlungsstufen

Zu Beginn einer homöopathischen Behandlung.steht ein längeres Gespräch, die Erstanamnese. Dabei wird der Patient ausführlich nach geistigen und/oder körperlichen Symptomen, möglichen geistige und/oder körperliche Auslöser der Krankheit, frühere Gesundheitsprobleme und Krankheiten in der Familie befragt. Anschließend werden die Aussagen des Patienten analysiert und es wird ein Mittel bestimmt. Bei der Auswahl von Medikamenten setzen Homöopathen auf den Grundsatz der Ähnlichkeit: es wird ein Mittel verabreicht, das dem Krankheitserreger ähnlich ist.

In der Homöopathie werden keine medizinischen Eingriffe wie Operationen vorgenommen, sondern der Körper wird dabei unterstützt die Krankheit zu erkennen und diese selbst zu bekämpfen.

Es kommt auf die Einheit von Körper, Geist und Seele an

In der Homöopathie wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet. Der Mensch ist eine Einheit, eine untrennbare Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Krankheiten werden nicht als isoliertes Ereignis verstanden, sondern als Ergebnis von körperlichen und geistigen Einflüssen auf den Kranken. In der Homöopathie ist eine Krankheit darauf zurückzuführen, dass der Körper sein Gleichgewicht verloren hat. Das Gleichgewicht muss vom Körper selbst wieder hergestellt werden. Folglich versucht man die Selbstheilungskräfte (also die Immunabwehr) des Körpers zu aktivieren.

Anwendungsgebiete


Hauterkrankungen (z.B. Psoriasis), Atemwegsbeschwerden (z.B. Asthma, Erkältungen, Grippe, Lungenentzündungen, TBC), rheumatische Beschwerden, Magen- und Darmbeschwerden oder Allergien (z.B. Heuschnupfen) können gut homöopathisch behandelt werden. Die Dauer einer Behandlung hängt von der Art der Krankheit, der Konstitution des Patienten und auch von der gegebenen homöopathischen Zubereitung ab. Bei korrekter und sachgemäßer Anwendung ist die Homöopathie nebenwirkungsfrei. Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber homöopathischen Zubereitungen sind sehr selten.

Einschränkungen

Homöopathie ist im Prinzip eine universelle Heilmethode. Es gibt aber Probleme, die in den Bereich der Notfallmedizin oder Chirurgie fallen. In bestimmten Fällen kann und darf die Homöopathie gar nicht oder nur unterstützend angewendet werden:
  • Bei Notfällen
  • Zur Geburtshilfe
  • Bei mechanischen Problemen (z.B. Knochenbrüche)

Kritik

In dem Potenzierungsverfahren der Homöopathie liegt gleichzeitig ihr stärkster Kritikpunkt. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine Wirkung solch kleiner Substanzen. Die mechanischen Prozeduren (Verreiben, Verschütteln) dienen folglich nur als Ritual. Außerdem gibt es für das angenommene Ähnlichkeitsprinzip keinen wissenschaftlichen Wirkungsmechanismus. Bei den vermeintlichen homöopathischen Behandlungserfolgen handelt es sich nach Meinung einiger Wissenschaftker lediglich um Placeboeffekte.
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